Märchen und Fabeln, gesammelt von Dr. Mir Hafizuddin Sadri

zu Märchen

Das chinesische Zicklein

"Buzak e Tschini" Tshini bedeutet auch Porzellan 

afghan-aid

Es war einmal ein Zicklein. Es hieß "Das chinesische Zicklein". Es hatte drei Kinder: Angak, Bangak, Kolola-Zangkat.

Angakt und Bangak waren schön älter und vernünftig, aber Kolola -Zangak war klein und unwissend.

Eines Tages, bevor das Zicklein aus dem Hause gin, um Nahrung für seine Kinder zu holen, sagte es zu ihnen: "Ihr sollt schön aufpassen! Macht die Türe nicht auf, bevor ihr nicht ganz sicher seid, daß ich es bin!"

Angak und Bangak versprachen der Mutter, die Türe nicht aufzumachen, und auch Kolola Zangak stimmte zu.

Plötzlich klopfte jemand an die Tür. Die beiden größeren Kinder fragten: "Wer bist du?"

"Ich bin Zicklein, euere Mutter!"

"Nein, du bist unsere Mutter nicht, wir machen die Türe nicht auf. Du bist der böse Wolf."

Nur Kolola Zangak glaubte, daß es seine Mutter sei. Es weinte und öffnete die Tür, ohne auf seine Geschwister zu hören.

Da kam der Wolf herein und fraß alle drei auf. Als das Zicklein heimkam, sah es die Türe weit offen stehen. Es suchte nach seinen Kindern und fand sie nicht. Da wurde es traurig.

Es ging zum Hause des Wolfes und klopfte an die Tür.

Der Wolf fragte ärgerlich:

"Wer steht auf meinem wackligen Dach und streut Staub in das Süppchen von einem Gast?"

"Ich bin das chinesische Zicklein.

Ich habe zwei Hörner über meine Nase.

Du hast Angak, Bangak und Kolola Zangak gefressen

Gib sie mir wieder!" antwortete das Zicklein.

 

"Ja, ich habe sie gefressen, aber

ich gebe sie nicht wieder zurück.

Du mußt mit mir kämpfen, wenn du deine

Kinder haben willst!"

 

"Warum bist du so traurig?", fragte der Barbier (Dalak) das Zicklein freundlich.

Es erzählte ihm von seinem Unglück. Der Dalak tröstete das Zicklein und versprach ihm, seine Hörner zu schärfen.

Darauf ging das Zicklein wieder zum Wolf und klopfte an.

Der Wolf fragte ärgerlich.

"Wer steht auf meinem wackligen Dach

und streut Staub in das Süppchen von einem Gast?"

 

"Ich bin das Chinesiche Zicklein.

Ich habe zwei Hörner über meine Nase.

Du hast Angak, Bangak und Kolola Zangak gefressen

Gib sie mir wieder!" antwortete das Zicklein.

 

"Ja, ich habe sie gefressen, aber

ich gebe sie nicht wieder zurück.

Du mußt mit mir kämpfen, wenn du deine

Kinder haben willst!"

 

"Ich bin bereit mit dir zu kämpfen. Ich gehe zum Dorfbarbier, damit er meine Hörner schleift und scharf macht. Ich gebe Käse und Butter von meinem Produkt, sagte das Zicklein.

Das Zicklein ging zum Barbier. Dieser machte ihm die Hörner ganz scharf und bedankte sich für Käse und Butter. Das Zicklein bedankte sich für seine Dienste.

Auch der Wolf brachte dem Barbier etwas von seinem Produkt als Geschenk. Hier ärgerte sich dieser sehr, zog dem Wolf alle Zähne mit seiner Zange und ersetze sie durch Zähne aus Watte.

Als der Wolf nun das Zicklein angriff, es mit seinem großen Maul packte und mit den Zähnen beißen wollte, fielen ihm alle seine Zähne aus dem Maul. Da stieß das Zicklein ihm mit den Hörnern in den Bauch und befreite seine Kinder. Alle kamen heraus und warfen sich ihrer Mutter um den Hals.

Kolola Zangak versprach der Mutter, von nun an auf die ältere Geschwister zu hören, wenn die Mutter nicht da sei. Alle waren dann glücklich.

 

 

zurück