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Beschneidung (Khatna Suri oder Sunati)

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Ursprünglich war die Beschneidung der Knaben eine Art Initiation. Dadurch wurde der pubertierende Knabe in die Gemeinschaft der Erwachsenen aufgenommen. Diese Aufnahme war mit einem Festmahl verbunden. Dazu sagen die persisch-sprechenden Afghanen Khatna Suri. (Khatna = Vorhut, Sur = Gastmahl). Sunat bedeutet Tradition, Brauch, Gesetz und Sunna.

Im Laufe der Zeit wurde bei der Beschneidung das Kindsalter nicht mehr beachtet. Man läßt  inzwischen das Baby nach der Geburt beschneiden. Mit der modernen Regelung kann die Kastrationsangst bei Knaben anders auftreten. Medizinische Vorteile werden außerdem als Begründung angeführt. Dalak (Frisör, Barbier und Koch in einer Person) vollzog die Beschneidung. Moderne wohlhabende Familien lassen inzwischen ihre Söhne in Krankenhäuser von einem Chirurg operieren. Die Bescheidung wird nach Sunat gerechtfertigt.

Zu diesem Fest bekommt der Knabe allerlei Geschenke und die Gäste werden mit einem Festmahl (Suri) bewirtet. Musikanten spielen und tragen Lieder vor.

 

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